Merkmale der Taxa und Spezifika zur Digitalisierung

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Folgende Taxa werden an naturkundlichen Sammlungen in Alkohol aufbewahrt und sollten in DifA exemplarisch bearbeitet werden:

  • Wasserinsekten und Insektenlarven
  • Webspinnen (Araneae)
  • Weberknechte (Opiliones)
  • Pseudoskorpione (Pseudoscorpiones)
  • Landasseln (Isopoda)

Außer den genannten Gruppen gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Arthropoden, die ebenfalls flüssigkonserviert werden, die allerdings nicht oder nur "zufällig" in Rahmen von DifA für Testaufnahmen verwendet wurden:

  • Staub- und Rindenläuse (Psocoptera) (teilweise auch Mikropräparate)
  • Blasenfüße, Tripse (Thysanoptera) (standardmäßig als Mikropräparate)
  • Blattläuse (Aphidina) (standardmäßig als Mikropräparate)
  • Zweiflügler (Diptera) (verschiedene Familien, vor allem Nematocera)
  • "Urinsekten" ("Apterygota") (Collembola, Thysanura etc.)
  • Tausendfüßer (Myriopoda)
  • Krebse (Crustacea) (große Formen teilweise auch trocken)

Als Standardansicht eignet sich für fast alle Gruppen generell die Dorsalseite sowie die Ventralseite. Für einige Taxa, z.B. Dipteren ist eine Lateralansicht wichtiger als eine Ventralansicht und bietet manchmal sogar mehr Merkmale als eine Dorsalansicht. Bei genügend Raum für den Workflow sind für Habitusaufnahmen vier Ansichten zu empfehlen: Dorsal, ventral, lateral und frontal. Zusätzlich können je nach Digitalisierungszweck und verfügbarem Zeitbudget Details fotografiert werden. Diese sind meist taxonspezifisch, aber innerhalb einer Gruppe als Bestimmungsmerkmale konstant:

  • Webspinnen: Pedipalpus des Männchens von ventral und von lateral, Epigyne des Weibchens, Augenregion von frontal oder von schräg oben.
  • Weberknechte: Auch wenn auf den Beinen der Tiere vergleichsweise wenige Merkmale vorhanden sind, kann das Längenverhältnis von Beingliedern wichtig sein. Vor allem bei langbeinigen Arten wie Phalangium sp. oder Opilio sp. empfiehlt sich eine Übersichtsaufnahme von dorsal und zusätzlich den Körper formatfüllend von dorsal und ventral. Bei Bewehrungen am Körper empfiehlt sich auch eine Lateralansicht.
  • Pseudoskorpione: Wichtige Bestimmungsmerkmale liegen unter anderem auf den Scheren (Zahl und Anordnung von Borsten und Trichobothrien sowie Zähne und Apophysen). Lateralansichten der Schere von innen und außen, die auch die "Schneide" zeigen, sind daher zu empfehlen.
  • Landasseln: Tergitstrukturen Höcker etc. (Habitus), Kopf von frontal + dorsal, Rückenschild I von Peraeon + Epimeren, Telson dorsal mit Uropoden in situ, bei Männchen: Peraeopod I von frontal, Peraeopod VII von frontal, Exopodite der Pleopoden, Endopodit I der Pleopoden.

Für fast alle Arthropoden befinden sich wichtige diagnostische Merkmale auf den Genitalstrukturen. Oft liegen diese aber nicht frei, sondern müssen vorher entsprechend herauspräpariert werden.