7. Makrofotografie

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Ausrüstung/Hardware

Binokular

Kamera


Kameras

Canon EOS 5D Mark III

Canon EOS 5D SR

Balgengerät und Zwischenringe

Novoflex Balgengerät

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Novoflex Balgengerät mit Lupenobjektiv MP-E 65: Der Einstellring des Objektivs berührt die Vorderkante des Balgens: schwergängig, Beschädigungsgefahr

Novoflex Balgengerät mit Lupenobjektiv MP-E 65: Der Einstellring des Objektivs berührt die Vorderkante des Balgens: schwergängig, Beschädigungsgefahr.

Zwischenringe

Objektive

Lupenobjektiv MP-E 65 mm 1:2,8 1-5x

Teleobjektiv EF 200 mm 1:2,8 L II ultrasonic

Mikroskopobjektiv Mitutoyo 20x

Das Mitutoyo 20x Mikroskopobjektiv


Die Kombination: EF 200 mm und Mitutoyo 20x

Beleuchtung

Prinzipiell sind zwei Beleuchtungsvarianten zu unterscheiden: Dauerlicht und Foto-Blitzlicht.

Dauerlicht hat den Vorteil, daß zum Ausrichten des Objekts und zum Fokussieren keine Zusatzbeleuchtung notwendig ist.

Von der Lichtstärke des verwendeten Beleuchtungsgerätes hängt es ab, ob die Fotos mit kurzer Belichtungszeit (ca. < 1/125 s) geschossen werden können oder nicht. Testaufnahmen mit Dauerlicht-Lampen verschiedener Bauart ergaben, dass diese Lampen in der Regel nicht lichtstark genug sind, um bei Makro-Objektiven und generell bei „lichtschluckenden“ Optiken großer Baulänge oder Kombinationen mit Mikroskop-Objektiven ausreichend kurze Verschlusszeiten zu gewährleisten. Bei den hierfür notwendigen längeren Verschlusszeiten ergaben sich stets geringe, aber durch die starke Vergrößerung aufällige und störende Verwacklungsunschärfen. Diese werden vermutlich durch das beträchtliche Gewicht von Kamera mit Objektiv und ggf. Mitutoyo-Objektiv sowie durch die vertikale Anbringung am Tischstativ verursacht. Dabei kommt es zu Vibrationen, denn die Kamera ist über mehrere Schraubverbindungen mit dem senkrechten Arm des Stativs verbunden, die in ihrer Gesamtheit offenbar nicht stabil genug sind, um längere Verschlusszeiten ohne Verwacklungsunschärfen zu gewährleisten. Auch die Option der Spiegelarretierung und der Verlängerung der Ruhezeiten des Stackingschlittens vor der Bildauslösung führte nicht zur einer ausreichenden Verringerung der Verwacklungsunschärfen.

[Bild: Kameraanbringung am Stativ mit potentiell vibrationsfördernden Punkten]

[Beispielbilder mit Verwacklungsunschärfe]

[Bilder von diversen verwendeten Lampen]

Getestet wurden verschiedene handelsübliche Lichtquellen, die beiderseits der Bodenplatte des Fotostativs angebracht werden.

[Abbildungen dazu]

Die Methode der Wahl war also das Foto-Blitzlicht, insbesondere der Canon Doppelblitz (Zangenblitz) MT-24EX.


Canon Macro Twin Light MT-24EX (Doppel- oder Zangenblitz)

[Abbildung]

Der Doppelblitz erlaubt eine variablere Konfiguration als der Ringblitz: beide Blitzlampen können am Adapterring in verschiedenen Positionen eingerastet werden, und sie können nach innen, d.h. zum Motiv hin, in verschiedenen Winkeln gekippt werden, damit das Licht bei unterschiedlichen Aufnahmeabständen stets zentriert ist. Zudem können beide Blitzlampen ganz vom Adapterring getrennt und separat angebracht werden, was bei der praktischen Arbeit von großem Vorteil ist.

[Abbildungen]

Canon Macro Ring Light MR-14EX

Der eigentliche Ringblitz erlaubt zwar bei geringem Abstand eine tatsächlich ganz oder nahezu schattenfreie Ausleuchtung, ist aber weniger flexibel, da es sich um ein nahezu durchgehendes (an zwei Stellen unterbrochenes) Ringlicht handelt, bei dem lediglich die Helligkeit der rechten und linken Halbringlampe variiert werden kann. Bei Abständen zum Motiv, die größer als ca. 15 cm sind, ergeben sich auf der Unterlage/dem Hintergund unerwünschte diffuse Schattenzonen rund um das Objekt; bei Abständen unter 2-3 cm fällt dagegen das meiste Licht nicht mehr ins Zentrum des Bilds sondern in eine ringförmige Zone rundherum. Der Ringblitz ist somit nur in einem bestimmten Objektabstand sinnvoll verwendbar.

Problem der Energieversorgung

Der Doppelblitz und auch der Ringblitz wird mit vier Batterien oder Akkus vom Typ Mignon (AA) betrieben. Im Einsatz mit dem Stacking-Einstellschlitten zeigte sich allerdings, dass die Energieversorgung weder bei neuen Batterien noch bei voll geladenen NiMH-Akkus ausreicht, um eine Aufnahmeserie mit mehr als 25 Fotos (geschweige denn mehrere Aufnahmeserien) mit kurzen Aufnahmeintervallen (unter 10 Sekunden) zu bewältigen, da die Nachladezeit von Bild zu Bild immer länger wird. Man kann zwar die Intervalle zwischen den einzelnen Fotos auf 30 Sekunden oder mehr einstellen, doch geht damit der Vorteil des Stacking-Ablaufs verloren.

Externe Stromversorgung

Die Lösung wurde zunächst in einem Netzgerät für Canon MT-24EX und MR-14EX gesucht. Ein solches war eine zeitlang auf dem Markt und wird von dem ostasiatischen Hersteller im Internet noch angeboten, doch kamen Zweifel an der Brauchbarkeit des Geräts und an der Seriosität des Herstellers auf. Stattdessen fiel die Wahl auf einen externen Akku (Walimex pro Powerblock von Walser GmbH, Burgheim), der an den Steuerungsteil des MR-14EX angeschlossen wird und bei voller Ladung kurze Aufnahmeintervalle und eine lange Arbeitsdauer ermöglicht.

[Abbildung walimex pro Powerblock]